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BUCKET LIST 2017: Die Sache mit den Vorsätzen
2 / 01
2017
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Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine Liste mit Vorsätzen geschrieben zu haben…weder zum Beginn eines neuen Jahres noch zu sonst einem Zeitpunkt. Das Anfertigen von To-Do-Listen gehört hingegen zu meinen absoluten Spezialitäten. Und irgendwie haben diese zwei Typen von Listen ja tatsächlich ziemlich viele Gemeinsamkeiten. Und da mein Liebster vorschlug, dass wir uns gegenseitig eine Liste mit Vorsätzen für das das kommende Jahr zustecken, war ich irgendwie gezwungen, mich mal damit auseinanderzusetzen, welche Dinge denn auf dieser Liste Platz finden sollten. Viele von den Dingen schwirren mir sowieso schon die ganze Zeit im Kopf herum.

Von meinem Vorhaben nach der Methode von Marie Kondo endlich Luft in allen Schränken, Räumen und Kellern zu schaffen, hatte ich ja im letzten Jahr schon berichtet. Das Vorhaben ist jetzt also zu einem Vorsatz befördert worden. Und dazu passend habe ich mir überlegt, mich der, für mich wahrscheinlich größten, Challenge zu stellen, dieses Jahr keine neue Kleidung zu kaufen. Immer mal wieder habe ich Blogs quergelesen, in denen andere sich genau dieser Herausforderung gestellt haben. Jetzt ist meine Zeit gekommen und Ihr werdet dieses Jahr sicherlich öfter zu hören bekommen, wie es mir damit geht…das kann ja nicht so schwer sein, oder??? GRRRR. Hust und Schluck.

Dieser Vorsatz führt zu den nächsten Überlegungen, denn endlich mehr für mich zu nähen ist ja eh schon der Plan…das lässt sich doch gut verbinden. Und wenn ich etwas Tolles in einem Geschäft sehe, kann ich es mir ja einfach nachnähen, anstelle es zu kaufen. Daran werde ich Euch teilhaben lassen und vielleicht werden daraus ja sogar Tutorials, mit denen auch Ihr etwas anfangen könnt. In diesem Zusammenhang möchte ich mir gerne auch Gedanken dazu machen, was so ein Kleidungsstück, wenn es nicht unter fragwürdigen Umständen hergestellt wird, tatsächlich kostet. Es ist ja für keinen von uns neu, dass wir unsere Bedürfnisse nach Fast-Fashion nur deswegen befriedigen können, weil andere Menschen zu schlechten Bedingungen arbeiten müssen. Damit einhergehend werde ich dann wohl vor allem auch auf den Kauf neuer Sneaker verzichten müssen….puhhh…that´s tough, denn ich bin ganz offiziell Schuh-süchtig. Aber es ist ja nicht so, als wäre das Schuhregal nicht überdimensional groß. Also werdet Ihr bestimmt an der einen oder anderen Stelle in den Genuss kommen, einige Schätzchen aus meiner Sammlung präsentiert zu bekommen. Ich entdecke jetzt einfach meinen Schuhschrank neu. Und außerdem habe ich ja erst vor einer Woche nochmal dieses Bedürfnis befriedigt und mir diesen herrlichen puderrosa Stan Smith gekauft.

Im letzten Jahr habe ich nach einem Jahr Elternzeit wieder angefangen, täglich im Laden zu arbeiten. Der Kerl hat einen neuen Job und pendelt und unsere Tage und Wochen sind straff organisiert und getaktet. Dabei ist irgendwie die Exklusivzeit für ihn und mich ziemlich auf der Strecke geblieben…die Rushhour des Lebens nennt man wohl diese Zeit, in der man kleine Kinder, Arbeitsleben und alles andere versucht unter einen Hut zu kriegen. Und dieser Hut scheint so unglaublich klein, aber vielleicht liegt es ja auch eher an falschen Prioritäten und manchmal auch Zeitverschwendung in der virtuellen Welt. Also ist es mein Plan, mich sinnvoller zu organisieren. Klar, man kann nicht immer alles nur effizient und ökonomisch angehen wollen, weil einem halt genau dabei die Spontanität und Leichtigkeit flöten geht, aber ich habe das Ziel, wenn ich am Nachmittag mit meinem Jungs zu Hause bin, das Handy in einer Schublade zu parken bis die Kurzen im Bett sind. Ich möchte häufiger in die Heimat nach Berlin fahren…für Zeit mit Familie und Freunden und Inspirationsfluten. Ich möchte mir mit meinem Liebsten Zeit nehmen nur für uns…über die Regelung meiner Eltern zu meinen Kleinkindzeiten habe ich irgendwann mal gelacht, jetzt ahne ich wie viel Potential in ihr steckt. Und wenn wir vielleicht auch nicht wöchentlich ein Date schaffen, muss es ab jetzt alle zwei Wochen in unsere Terminkalender. Damit wir Zeit haben für den Austausch, der nicht zwischen Tür und Angel stattfindet. In solchen Momenten erfährt man dann auch, warum es zum Bespiel dem anderen so wichtig ist, nicht nur im Bereich Textilien nachhaltiger zu denken, sondern auch wenn es um das Essen geht. Ich werde also Mitziehen bei seinem Vorsatz auf raffiniertes Weizenmehl und raffinierten Zucker zu verzichten. Also her mit dem guten Fruchtzucker 😉 In den letzten zwei Jahren ist definitiv auch die Zeit für ein bisschen körperliche Ertüchtigung zu kurz gekommen…hier also ein ganz klassischer Vorsatz: ich mache endlich wieder Yoga.

Ende letzten Jahres ist endlich der kleinfeine Onlineshop an den Start gegangen, es gibt Koko & Dolores jetzt auch bei Instagram und im Laden zu arbeiten, sich mit Euch auszutauschen, Eure Projekte zu bewundern und sich von Euch inspirieren zu lassen, das sind die Dinge, die mich stolz und froh machen. Dieses Jahr wird es endlich Koko & Dolores Ebooks geben und dann wage ich mich nach einer für mich persönlich großen Niederlage aus dem letzten Jahr auch wieder an ein Herz-Projekt: Die eigenen Stoffe. Die Produzenten, die mit der Herstellung unserer Bio-Jerseys beauftragt waren, sind leider unter anderem mit unserem Geld insolvent gegangen. Ein schlauer Mensch an Meiner Seite hat immer wieder den Fokus auf das Wesentliche gerichtet, unsere Gesundheit, unser Glück unser Zusammensein…und so richtig das ist, habe ich mich eine ganze Weile mit Selbstzweifeln geplagt: hättest Du das verhindern können, warst Du blauäugig, unvorsichtig, größenwahnsinnig? Vielleicht habe ich diese Niederlage noch nicht ganz verdaut, aber ich bin bereit, wieder loszulegen zusammen mit einer tollen Illustratorin aus Berlin. So ist das Leben eben…es läuft nicht immer rund, aber ich sage DANKE für meins, ich könnte mir kein besseres vorstellen.

Ich freue mich auf 2017 mit Euch.

Kusskiss

Nelly

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